Samstag, 10. April 2010

Neues von Prismacolor II: Umzug nach Mexiko

Okay - zugegeben: ganz neu ist sie nicht, die Nachricht dass Prismacolor nun in Mexiko produziert werden, aber da ich sie im letzten Beitrag erwähnt habe, und sie vielleicht noch nicht jeder kennt, möchte ich sie hier einmal zeigen: die Stifte im neuen Kleid.

alt und neu: der Aufdruck hat sich geändert


Wer in den letzten Monaten Stifte bestellt hat, wird je nach Bestellmenge und betroffenen Stiften eventuell/vielleicht/wahrscheinlich ;-) schon mexikanische Stifte bekommen haben. Bei aktuellen Lieferungen, die ich für meinen farbstifte.net-Shop erhalte, erscheinen zur Zeit noch höchstens ein Fünftel der Stifte im neuen Outfit, d. h. die Umstellung erfolgt fließend (und das seit etlichen Monaten ... ich weiß gar nicht genau, wann ich den ersten "Mexikaner" in der Hand hatte). Auch die Sets sind zur Zeit bunt gemischt mit alten und neuen Aufdrucken. 


links zu sehen: farblose Herkunftsprägungen auf den Stiften

Auffällig ist, dass die Mexikaner anscheinend mehr Wert auf einwandfreie Drucke bzw. farbige Prägungen legen, und hier die zu tief geratenen oder teilweise fehlenden Drucke (die aber dennoch als 1. Wahl in den Läden landen), seltener geworden sind. Leider nicht geändert hat sich die Tatsache, dass der Farbton der Lackierung sehr oft etwas von der Minenfarbe abweicht, aber dieses Problem haben wohl alle Marken.

Die Barcodes scheinen nun fast immer aufgedruckt zu werden. Ich hatte nur eine Sorte in den Lieferungen, bei denen ein Aufkleber benutzt wird.

Colorless Blender in der alten Version, und neu mit Aufkleber

Übrigens hat der Colorless Blender seinen Namen geändert. Laut Druck heißt er nun Colourless - ohne "Blender" und mit "u", welches ich nur bei britischen Stiften erwartet hätte und mich bei Stiften amerikanischer Herkunft verwundert. (Die Briten schreiben "colour", die Amerikaner "color".)


Und dann ist da noch ...
... klein, unauffällig, dreieckig ...

in der Beschriftung der neuen Stifte aus Mexiko teilt ein kleines Dreieck englischen Stiftnamen und französische Übersetzung. Dieses Dreieck war vorher nicht da. Es ist natürlich möglich, dass es einfach ein nettes grafisches Element ist ...
Aber ... Nun, mich würde es nicht wundern, wenn das Dreieck sich als ein Symbol für die Lichtechtheit entpuppt, und später an dieser Stelle je nach Stift auch 2 oder 3 Dreiecke stehen, die lichtechte(re) Stifte kennzeichnen. Aber dies ist nur (m)eine Vermutung, und ich möchte betonen dass sie jeglicher Grundlage entbehrt.


Nochmal zur Lichtechtheit ...

Übrigens sind schon jetzt sehr viele Farbstifte dabei, die von der CPSA nach eigenen Tests als lichtecht eingestuft werden. 93 (darunter auch einige Metallic- und Deco-Stifte) finden sich in den obersten zwei Kategorien, weitere 7 werden als "fair" = akzeptabel eingestuft. CPSA führt unabhängige Blue Wool Scale Tests durch. Für die Klassifizierung in der offiziellen Norm ASTM D6901 wären neben einem anderen Testverfahren noch weitere Faktoren erforderlich, so unterliegt z. B. auch die Kennzeichnung der Stifte bestimmten Regeln.
Bleibt abzuwarten, ob Prismacolor hier irgendwann nachbessert, und uns noch einmal nach Lichtechtheit eingestufte Stifte präsentiert. 

Neues von Prismacolor I: Prismacolor-Website im neuen Kleid

Schon gesehen? Die Website der Prismacolor Farbstifte, Pastelle, Marker etc. ist in den Jungbrunnen gefallen und erscheint nun frischer, jugendlicher und interaktiver als zuvor.
http://www.prismacolor.com

Prismacolor stellt so nicht nur offiziell das neue Design der seit einigen Monaten in Mexiko produzierten Farbstifte vor, sondern bietet auch einen interaktiven "Color Coordinator" an: Webfarben werden hier in Stiftfarben konvertiert; man wählt aus einer digitalen Palette einen Farbton aus, und erhält als Ergebnis die passendste Farbe aller Prismacolor-Reihen: Farbstifte, Pastelle und Marker. Ein nettes Gadget, bei dem ich noch darüber nachdenken muss, wozu ich persönlich es brauchen könnte. ;-) (Tipp: gebt mal bei HexCode 7B5DA0 ein und staunt über die unterschiedlichen Ergebnisse. Ich hoffe, in Version zwei dieses zugegebenermaßen spaßigen Spielzeugs wird das Mischen eingeführt). Ich frage mich auch, ob Benutzer ohne halbwegs zufriedenstellend kalibrierte Monitore nicht enttäuscht sind.

Weiterhin gibt es neben der obligatorischen Produktkategorie ein buntes, anregendes Portfolio ausgewählter Künstler aus unterschiedlichen Stilrichtungen. Ergänzt wird der Internetauftritt durch ständig aktualisierte Inhalte: neben der im letzten Jahr eingeführten Galerie gibt es eine Eventübersicht (leider nur für USA und Kanada) und neuerdings eine Rubrik mit knackig kurzen Tipps, unter denen ich einige entdeckt habe, die mir neu waren.

Auch im Produktsortiment fallen einige Überarbeitungen auf.
Einige Kleinigkeiten ändern sich bei den Prismacolor Premier Stiften (die auf der Homepage zur besseren Unterscheidung "Soft Core" genannt werden und weiterhin offiziell "Prismacolor Premier" ohne Zusätze heißen). Also die, die man gemeinhin meint, wenn man von Prismacolor spricht.
Hier entfällt das Set "12 neue Farben 2006", welches die Farben des 120er Sets auf die eines 132er Sets aufstockt. Konsequenterweise entlässt Prismacolor auch das 120er Set aus dem Sortiment, so dass Prismacolor Premier nun in Metalletuis mit 12, 24, 36, 48, 60, 72, und 132 Farben, 24 Portraitfarben und als Holzkoffer mit 96 Farben erhältlich sind. Ergänzt wird das Angebot natürlich weiterhin durch einzeln nachkaufbare Stifte, zu denen auch der pigmentlose Colorless Blender zählt, der in den Sets nicht enthalten ist.

Ende letzten Jahres überarbeitete man das Design der Prismacolor Verithin-Schachteln. Diese stehen schon länger in den Shops und sind nun auch auf der Homepage zu sehen.


Wie zu vermuten war, sind die Stifte der Lightfast-Reihe nicht mehr auf der Homepage vertreten. Prismacolor stellt sie seit Anfang 2009 nicht mehr her. Zwar gab es gegensätzliche Informationen bei Wetcanvas und Scribbletalk, was ein Weiterleben der Stifte betrifft - in diesen Foren tauchten z. B. Beiträge auf, dass die Lightfast-Stifte in die normalen Premier-Reihen integriert werden sollen, andererseits erhielt ich ein halbes Jahr später am 17.09.09 auf meine Nachfrage die Antwort von Sanford, dass die Lightfast-Farben komplett aus dem Sortiment entfallen.
Wir dürfen also gespannt bleiben, ob das Sortiment nun doch noch einmal umgestellt wird.

Schade, dass Prismacolor nicht die Gelegenheit genutzt hat, und neben den vielen Neuerungen auf der Website endlich auch eine Pigmentliste, sowie Angaben zur Lichtechtheit aller Stifte veröffentlicht. Hier schweigt die Firma sich weiterhin aus, und ich finde es sehr traurig, dass ein so wichtiges Element ignoriert wird. Gerade bei Künstlerfarbstiften sollte doch auf bleibende Farbigkeit Wert gelegt werden. Dass Prismacolor sich dieser Problematik bewusst ist, beweist die Tatsache, dass Sie die Lightfast-Reihe entwickelt haben. Schade dass es hier an Konsequenz mangelt. Und schade, dass nicht z. B. bei den Tipps ein Hinweis auf alternative schützende Maßnahmen zu finden ist, wie z. B. Museumsglas.

Als Fazit möchte ich zusammenfassen:
1. Ich find das neue Design klasse!
2. Toll, dass die Informationen endlich auf dem neuen Stand sind, und nicht mehr Stifte zu finden sind, die schon lange aus dem Sortiment entfallen sind.
3. Traurig, dass auf Lichtechtheit kein Wert gelegt wird.
4. Die neu hinzugekommenen Color Charts sind verspielt und Geschmackssache.
5. Mich würde mal interessieren, ob und wofür Ihr den Color Coordinator verwendet.
6. Prismacolor Premier sind weiterhin meine Lieblingsstifte, auch wenn ich bei der Website den Eindruck habe "1 Schritt vor, 1 Schritt zurück".

Nachtrag 22.04.10:
1. Im heute versendeten Firmennewsletter stellt Prismacolor die überarbeitete Homepage vor.
2. Auch das Design der 132er Sets wurde überarbeitet. Bei den Sets die ich heute für den Shop erhielt fällt das gleiche Grundmaß der 72er und 132er Sets auf - nur die Höhe ist unterschiedlich. Bedauerlicherweise wurden gleichzeitig mal wieder die Preise angezogen.

Mittwoch, 24. März 2010

Wo normale Radierer nicht ausreichen ...

Seit Ewigkeiten ist in meinem Fundus ein Glasfaserradierer (man nennt ihn auch Glasradierer), den ich nie benutzt habe. Er ist irgendwann beim Aufräumen aufgetaucht, jedoch kann ich mich nicht erinnern wann er zu mir gestoßen ist.

Kürzlich kam ich auf die Idee, ihn doch mal mit Farbstiften zu testen. Wenn man von den Nachteilen absieht, wird das Ergebnis erstaunlich gut. Aber erstmal zur Frage:

Ein Glasfaserradierer - was ist das überhaupt?
Eine Stifthülle, meist aus Kunststoff, enthält im Innern einen stufenlos herausdrehbaren Pinsel aus Glasfasern. Mit diesem Glaspinsel schleift man die zu radierende Oberfläche ab. Infolgedessen werden vom Pinsel (leider) auch kurze Glasfaserstückchen abgetrennt, die auf der Radierfläche zurückbleiben, und die man besser nicht einatmen sollte. Auch von einem Wegwischen mit der Hand ist abzuraten, da sich die nadelfeinen Spitzen in die Haut bohren können.

So sieht er aus, ein Glasfaserradierer (in zwei Variationen) und sein Inneres.


Im Gegensatz zu anderen Radierern haben Glasfaserradierer einige Besonderheiten, die man beherzigen sollte:
1. sie radieren abrasiv, sie schädigen also die Papieroberfläche. Das Papier sollte dick genug sein, damit man nicht nach wenigen Sekunden die Tischoberfläche "behandelt". ;-)
2. vor allem bei wachsbasierten Farbstiften schmieren sie im ersten Moment ... dies ist mit dem richtigen Trick aber kein großes Problem.

Um meine Vorgehensweise zu verdeutlichen habe ich ein paar Bilder geschossen:
Ihr seht eine beinahe deckende Schicht des wachsbasierten Prismacolor Violet auf 250 g/m² schwerem Stonehenge-Papier. Eine derart dicke Schicht komplett zu entfernen ist normalerweise ein Ding der Unmöglichkeit.


1. Schritt
Vorreinigung mit einem normalen Radierer (in diesem Fall ein Staedtler Mars Plastic) entfernt schonmal einen Teil der Pigmente vom Papier. Dies empfiehlt sich wenn schon eine dicke Schicht Farbstift auf dem Papier ist.

2. Schritt
Nun kommt der Glasfaserradierer zum Einsatz. Wenn man anfängt zu radieren scheint zunächst alles viel schlimmer zu werden. Lasst Euch davon nicht irritieren. ;-)
Danach habe ich den Staub mit einem Zeichenbesen entfernt.

3. Schritt
Nachreinigung, wieder mit einem Staedtler Mars Plastic.

Schritt 2 und 3 müssen evtl. wiederholt werden, bis man wieder das ursprüngliche Papierweiß zurückerhält. Bei diesem Beispiel hat eine Wiederholung ausgereicht.


Unter Zuhilfenahme einer Radierschablone lassen sich auch relativ scharf abgegrenzte Flächen radieren. 


Als letzte Möglichkeit, wenn normale Radierer nicht mehr ausreichen, schaffen Glasradierer Abhilfe. Leider geht etwas Papierdicke verloren, und je nach Papiersorte kann die Oberfläche auffasern. Wenn man mit Aquarellstiften weitermalen will oder Lösungsmittel benutzt, sollte man vorab testen wie sich das Papier in aufgerauhtem Zustand verhält.
Wenn nötig lassen sich die aufstehenden Papierfasern wieder mit einem Colorless Blender, Splender o. ä. glätten - oder einer dünnen Schicht Acrylfarbe. Bei dem von mir favorisiertem Stonehenge fand ich diese Nachbehandlung aber nicht nötig.

Ich fand, dass Glasfaserradierer auch eine Idee für meinen Shop sind, und habe sie ins Sortiment aufgenommen.
Die "Einzelteile" gibt es hier:
Glasfaserradierer und Ersatzglaspinsel
Radierschablonen und Staedtler Mars Plastic
Stonehenge-Papier

Sonntag, 14. März 2010

Whippet ACEO

Zur Abwechslung mal etwas in Graphit, ich hatte mal wieder Lust auf was kleines und auf einen Windhund.
Heute morgen habe ich das letzte bisschen Gras ergänzt, nun ist er fertig.


In die Kurve gelegt
6,35 x 8,89 cm
Strathmore Bristol Vellum

Das Foto des beim Frühjahrscoursing des Osnabrücker Windhundrennvereins laufenden Whippet entstand vor 3 Jahren.

Dienstag, 3. November 2009

WIP - Sonnenblume 4

Der gestrige Stand.

Freitag, 23. Oktober 2009

WIP - Sonnenblume 3

Mal wieder ein Update, leider hat sich nicht viel getan seit dem letzten Post.

Sonntag, 20. September 2009

WIP - Sonnenblume 2

Nachdem ich die letzten anderthalb Wochen mal wieder nicht zum Zeichnen gekommen bin, hat es mir gestern gereicht, und ich habe den Rechner Rechner sein lassen, samt allem was so dranhängt.

Nach insgesamt 8 - 9 Stunden Zeichenzeit sieht mein Sonnenblumenbild inzwischen so aus:



Wie immer sind die Kontraste anfangs viel zu hoch; das passe ich erst kurz vor Schluss an.

Dienstag, 8. September 2009

WIP - Sonnenblume 1

Habe mal wieder etwas in Arbeit:



Zu sehen sind Blätter in unterschiedlichen Zeichenstadien:
1. ein Grisaille mit Black Grape (bis hierher sieht's aus wie das lilafarbene Blatt)
2. + Olive Green (das Blatt darunter)
3. + Canary Yellow Lightfast
4. + Marine Green (dieses Stadium ist auf dem Blatt oben rechts zu sehen)
5. Zuletzt folgt ein intensivieren mit anderen Grüntönen und Indigo (die linken paar cm sollten soweit sein).

... Und nun mach ich weiter damit. :-)

Dienstag, 21. April 2009

Prototyp

Gestern war ich fleißig.
Denn gestern war meine Heißklebepistole in der Post. So konnte ich endlich ein seit längerem geplantes Projekt angehen und die von meinem Daddy gesponsorten Kappa-Platten scheiden und leimen.

Hier das vorläufige Ergebnis:



Auch wenn es krumm und schief ist, es erfüllt seinen Zweck. (Und hat Spaß gemacht.)

Wie es damit weitergeht, damit er etwas schöner wird, weiß ich noch nicht. Ihn mit Stoff zu bekleben fände ich schön, oder Papier ... damit könnte ich dem Problem der ausfransenden Stoffkanten aus dem Weg gehen. Oder doch Serviettentechnik?
Oder hält Gesso auf Heißklebepunkten?

Vorher wird das Gerippe noch auf ein Holzbrett montiert, welches auf Füßchen steht. Füßchen deshalb, weil das "Objekt" sich nicht gut anheben lässt, wenn es direkt auf dem Boden steht.

Sonntag, 22. Februar 2009

Gibt es den besten Radierer?

Dieser Frage wollte ich gestern nachgehen, also habe ich getestet. Und getestet .... und ... siehe Bild. *g*



Okay, also los:
Die senkrechten Teststreifen sind von links nach rechts:
Prismacolor Premier (geringe Deckung)
Faber-Castell Polychromos (geringe Deckung)
Prismacolor Premier (hohe Deckung)
Faber-Castell Polychromos (hoho Deckung)
Bleistift 2H
Bleistift 2B

Dann folgten zeilenweise Tests mit 16 verschiedenen Radierern.

Interessant dabei ist, dass fast alle die 2. Spalte (Polychromos mit geringer Deckung) sehr gut radieren - hier gibt es nur sehr geringe Unterschiede. Katastrophal wird es bei Prismacolor mit hoher Deckung (3. Spalte). Einige Radiergummis scheinen die Pigmente erstmal vor sich herzuschieben statt sie aufzunehmen (fühlt sich an, als wenn man Wachsmalstifte radiert - auch wenn ich das noch nie probiert habe). ;-)
Bei den Bleistiften im Härtegrad 2H schneiden wieder (und wie erwartet) alle ähnlich ab, während bei 4B das Schmierproblem wieder auftritt.
Ich habe mal bewusst die Schmier-Überstände stehengelassen, auch wenn man sie im Ernstfall natürlich wegradieren würde. Aber so zeigt sich ganz gut, wie ein Radiergummi sich im ersten Moment verhält, und wie das Umfeld des Radierfeldes "kontaminiert" wird.

Das Papier ist übrigens Fabriano Accademia, ein etwas strukturiertes Papier, dessen Oberfläche dennoch recht glatt ist (also keine Papierfusseln abstehen).
Dabei habe ich festgestellt, dass der letzte Radierer hierauf viel schlechter radiert als auf dem Papier, welches ich sonst verwende.

Nachtrag vom 01.09.10:
Das Thema ist grad mal wieder aktuell, und ich habe die dazugehörigen Radierernamen gesucht - und gefunden!
Hier also das Komplettchart:

Montag, 16. Februar 2009

Ich hab Scharlach ..

Letztens war ich bei Boesner und habe eingekauft für den "big, big scarlet test", der hier im Lauf der Zeit folgen soll.
Das Ergebnis des beinahe-sinnlos-rot-shoppings seht ihr hier:

Scharlach-Sammelsurium

Von oben nach unten:
Faber-Castell Albrecht Dürer Scharlachrot 8200-116 **
Caran d'Ache Supracolor II Soft Scarlet 070 **
Caran d'Ache Pablo Scarlet 666.070 **
Prismacolor Poppy Red PC922 (ehemals "Scarlet Red PC922").
Prismacolor Watercolor Crimson Red WC2924 (mangels Scarlet Red musste ich ausweichen)
Prismacolor Verithin Poppy Red 744
Faber-Castell Polychromos Scharlachrot 9201-118 **
Caran d'Ache Luminance 6901 Scarlet 070 LFII
Faber-Castell Art Grip 118 (Faber-Castell gibt hier leider nur Farbnummern an, was ich persönlich schade finde)
Faber-Castell Art Grip Aquarelle 118
Derwent Drawing Ruby Earth 6510
Derwent Pastel Geranium Lake 15 B
Derwent Graphitint Aubergine 03

Jetzt fehlt mir nur noch
Derwent Coloursoft - die waren bei Boesner Münster nicht einzeln zu bekommen.

Derwent hat seiner Linie "Derwent Drawing" übrigens nur einen eingeschränkten Farbraum spendiert. Scharlachrot oder generell ein knalliges Rot findet man nicht, da die Serie "ideal für Portraits und Tierportraits" abgestimmt wurde und nur gedeckte Farbtöne enthält.

Auch "Derwent Graphitint", die nicht als Farbstifte sondern als "farbgetönte lösliche Graphitstifte" verkauft werden, folgen diesem Schema. Die Palette ist wiederum anders - zwar ebenfalls gedeckt, jedoch mehr kühle Farben. Ihre graphit-gräuliche Farbe zeigen die Stifte nur solange die Farben trocken sind. Mit Wasser vermalt entwickeln sie ihre volle Leuchtkraft.

Falls jemanden die aktuellen Preise interessieren - ich habe bezahlt:

Faber-Castell Polychromos1,37 €
Faber-Castell Albrecht Dürer 1,37 €
Faber-Castell Art Grip1,06 €
Faber-Castell Art Grip Aqurarelle 1,06 €
Derwent Drawing1,38 €
Derwent Pastel1,34 €
Caran d'Ache Pablo1,26 €
Caran d'Ache Supracolor II Soft 1,26 €
Caran d'Ache Luminance 69013,96 €

Der letzte Preis ist übrigens kein Schreibfehler. Die Stifte, die nicht in der Liste auftauchen (alle Prismacolor und Graphitint) waren bereits vorhanden. Wenn Du die Preise der Graphitints bei Boesner kennst, sag Bescheid, ich würd ihn gerne nachtragen. ;-)

Sonntag, 15. Februar 2009

Beverley Johnston - The Complete Guide to Colored Pencil Techniques

Wer sich schonmal mit dem Thema "Bücher über Buntstifte" beschäftigt hat, wird festgestellt haben: In unserer Sprache gibt es kaum etwas brauchbares, und schon gar nichts umfassendes - der englischsprachige Markt explodiert hingegen und es gibt Verlage, deren Bücher man beinahe durch die Bank empfehlen kann.
Glücklicherweise sind englische "Drawing Instructions"-Bücher auch mit eingerostetem Schulenglisch gut zu verstehen, was bestimmt auch daran liegt, dass so gut wie alles in Bildern erklärt wird.

Aber gut, kommen wir zur Sache. Heute möchte ich Euch dieses Buch vorstellen:


Beverley Johnston - The Complete Guide to Colored Pencil Techniques

Das Buch ist vom Verlag David & Charles und ist verfügbar als Hard- und Softcover. Ich habe die Softcover-Ausgabe vor mir. Der Preis ist angegeben mit 12,99 £ bzw. 22,99 US-$. Die Preise liegen aktuell bei Amazon.de bei 15,99 € für die Softcover- und 20,99 € für die Hardcover-Ausgabe.
Einschließlich Inhaltsverzeichnis umfasst das Buch 121 Seiten.

Ein kurzes Portrait der britischen Künstlerin Beverley Johnston ist auf den Seiten der UKCPS zu finden. Zwei ihrer Werke, die im Buch ebenfalls Übungen darstellen, sind auch in der Galerie der UKCPS ausgestellt.
Dort und auf dem Cover des Buches ist bebildert, in welchem Stil Beverley zeichnet, und welchen sie uns Lesern vermitteln möchte: Ein natürlicher, leichter, fein-dezenter Stil der immer realistisch bleibt.

Nun zurück zum Buch.
Nach einer kurzen Einführung, in der es vor allem um Materialien geht - und sie auf viele "Pflichtthemen" wie z.B. Farbtheorie verzichtet, geht es schon auf Seite 11 los mit der ersten Übung. Hierbei handelt es sich um zwei monochrome (also in einer einzigen Stiftfarbe) gezeichnete Orangen. Als nächstes demonstriert die Autorin einen Apfel in vier Farben (den ich persönlich leichter finde, da die Oberfläche nicht so knifflig ist).
Und wir steigern uns zu Holz, Seide, Muscheln und Haut, verschiedenen Tierfellen, Federn, Tannenzapfen Blumen und Glas.

Auch ein bisschen Theorie gibt es. Beverley Johnston schneidet auf zwei viel zu knappen Seiten das Thema Bildkomposition an. An einem Beispiel verdeutlicht sie, warum es sich lohnt, mit einem Arrangement herumzuexperimentieren. Ich hätte mir gewünscht, dass man hier nicht nur den Apfel auf drapiertem Stoff (ebenfalls eine Zeichenübung) anschauen könnte, und dass mehr auf Lichtverhältnisse und Kontraste eingegangen wird.

Positiv fällt auf, dass bei jedem Bild genau das Material angegeben wird. Beverley greift zu Sanford Prismacolor und Verithin, Faber-Castell Polychromos, Derwent Studio, Lyra Polycolor und Caran d'Ache Pablo. Was für den Leser nicht heißt, dass er sich alle Sets anschaffen muss, denn die Farben sind sehr übersichtlich am Bildrand in einer Liste aufgeschrieben und abgebildet. So hat man auch einen Vergleich zu den eigenen Stiften, und kann das Pendant der eigenen Marke wählen.

Fazit:

Für wen eignet sich das Buch?
Du solltest schon einmal gezeichnet haben und wissen, wie man Formen zu Papier bringt. Ab dort eignet sich das Buch auch für Anfänger, da
a) zu den Übungen immer die Stiftfarben angegeben sind
b) nicht zu komplizierte Übungen angeboten werden
c) gerade für Anfänger komplizierte (und demotivierende?) Themen wie Farbtheorie und Komplementärfarben in Schatten umschifft werden

Wer sich Zeit nimmt und gerade zu Beginn an der nötigen Technik des sanften Farbe-auftragens feilt, bekommt mit dem Buch eine gute Anleitung an die Hand.

Mit so leichtem Strich zu zeichnen hat mir zwar gerade am Anfang sehr viel Disziplin abverlangt (und es ist nicht wesentlich besser geworden *g*), dennoch empfehle ich dieses Buch. Die Übungen sind übersichtlich kurz gehalten, dabei entstehen zwar keine Meisterwerke, aber man behält die Lust und hat das Gefühl, etwas zu "schaffen" - im doppelten Sinne.

Für Fortgeschrittene finde ich dieses Buch allerdings nicht geeignet, da hier nur Grundlagen vermittelt werden. Auch die Wirkung der Farben untereinander wird nicht genau erklärt. Spezielle Themen wie Tierhaar, Blumen, Portraits o.ä. werden besser in spezialisierten Büchern behandelt, die sich nur mit einem Thema befassen.
Apropos Portraits: Auf menschliche Gesichter ebenso wie auf Landschaften geht Beverely Johnstons nicht ein. Abgesehen davon ist es jedoch sehr umfangreich, und die Erklärungen sind gut verständlich.

Samstag, 14. Februar 2009

Denn mal los!

Wie der Name schon vermuten lässt, wird es hier in Zukunft hauptsächlich um Farbstifte gehen.
Farbstifte und Aquarellstifte, Bücher darüber, Tests dazu, Tests mit Radiergummis, Papieren, und was mir oder Euch noch so einfällt.
Sicherlich wird auch mal ein Bildchen hier durchwuseln. :o)

Wann immer ihr etwas zu sagen habt - sei es Kritik, Verbesserungsvorschläge, Anregungen - ich freu mich drüber.

Morgen wird es mit einer Buchrezension losgehen, für deren Fertigstellung ich gerade etwas zu müde bin.

Einen lieben Gruß in die weite Welt!